Für den, der sich für freiwilliges Engagement innerhalb des Kirchenkreises interessiert, wird hier eine Möglichkeit vorgestellt, wie Sie Ihre Gemeinde unterstützen könnten.

Eine Möglichkeit ist Ihre aktive Mitgestaltung des Gottesdienstes. Wenn Ihnen der Gottesdienst zusagt und sie schon immer an dem Aufbau und der Ausführung mitgestalten wollten, dann ist die Funktion eines/er Lektors/rin oder eines/er Prädikant/in vielleicht genau das, wonach sie suchen.

Zu Erklärung: ein Lektor ist ein Nichtfachmann, der aber im Gottesdienst die Lesepredigt ausführt, somit also den Gottesdienst leitet. Des weiteren zählt zu seinem Handlungspektrum sowohl das Sprechen, Lesen und auch Beten als auch die generelle Mitarbeit im Gottesdienst. Als Prädikant/ in ist es sogar erlaubt, eigens Predigen zu schreiben und diese dann im Gottesdienst vorzutragen.

Alle Gemeindemitglieder sind am Gottesdienst beteiligt, sei es nun durch die Anwesenheit oder sogar durch die aktive Mitgestaltung. Als Lektor/in oder als Prädikant/in kann man sich jedoch noch gezielter einbringen und den Gottesdienst bereichern.

Dies wird immer wichtiger, da immer mehr ehrenamtliche Prediger gesucht werden. Diese werden zuerst von Lektorenbeauftragten der hannovereschen Landeskirche evaluiert und dürfen anschließend in evangelischen Kirchen ihren Dienst als Lektor/in oder Prädikant/in antreten.

Der Unterschied zwischen Lektor und Prädikant/in besteht darin, dass diese eine weitere Ausbildung benötigen, damit sie auch selbst Predigen verfassen dürfen. Lektoren dürfen dahingegen die Predigt nicht selbst schreiben, sondern lediglich vortragen.

Da die Nachfrage an diesen freiwilligen Predigern immer weiter steigt, hat man in der “Kirche der Freiheit”, ein Zukunftspapier der evangelischen Kirche festgehalten, dass bis 2030 ebenso viele Lektoren und Prädikanten/ innen wie Pfarrer aktiv sein sollen.

Das Problem der fehlenden ausgebildeten Theologen ist ein immer größer werdendes, dass durch diese Schaffung von Diensten ausgeglichen werden soll. Doch Lektoren und Prädikaten/ innen sind nicht die Verlegenheitslösung für den Pfarrer.

Die Schaffung dieses Dienstes soll den Gemeindemitgliedern die Chance geben, sich im Gottesdienst und somit im Kirchenalltag einzubringen.